Goethe Institut in Ho-Chi-Minh-City

Im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland nimmt das Goethe-Institut e.V. Aufgaben der auswärtigen Kulturpolitik wahr. Die drei Hauptziele des Instituts sind laut Satzung:

  • die Förderung der Kenntnis deutscher Sprache im Ausland
  • die Pflege der internationalen kulturellen Zusammenarbeit

die Vermittlung eines umfassenden Deutschlandbildes durch Informationen über das kulturelle, gesellschaftliche und politische Leben.

Aufgaben

Unter Anleitung und nach Absprache:

  • Durchführung von Hausaufgabenbetreuung, Phonetik- und Kommunikationstraining für Kursteilnehmer
  • Mithilfe bei der Organisation, Durchführung und Nachbereitung von Prüfungen
  • Betreuung der Mediathek
  • Planung und Durchführung von Kursteilnehmerveranstaltungen wie Weihnachtsfeiern, Osterbasteln, Kursfeste
  • Mithilfe bei der Durchführung von Kulturveranstaltungen und Messeauftritten des GI
  • Konzeptionelle Arbeit, z.B. Zusammenstellung, Aufbereitung, Präsentation von Materialien für ausgewählte Themen
  • Erstellen von Postern, Flyern und PP’s

sonstige Qualifikationen

  • Interesse an der deutschen Sprache, sicheres Deutsch in Wort und Schrift
  • IT-Kenntnisse
  • Interesse an Kultur und kulturellem Dialog

Teilnehmer berichten

Beschreibung

Goethe-Institute gibt es nicht nur in Deutschland, sondern weltweit in vielen Laendern. Die Goethe-Institute haben es sich im Ausland zur Aufgabe gemacht, den Menschen in dem jeweiligen Land die deutsche Sprache und die deutsche Kultur naeher zu bringen. Es soll also eine Art kulturelles deutsches Zentrum bilden.
Hier in HCMC bedeutet das vor allem Sprachunterricht. Es werden verschiedenste Kurse angeboten, die auf die verschiedenen Pruefungen (A1, A2, B1) vorbereiten. Es gibt Kurse am Morgen und am Abend. Es gibt Kurse fuer Studenten und fuer besondere Berufs- und Personengruppen (z.B. fuer Mediziner oder fuer Menschen, die die Familienzusammenfuehrung anstreben).
Die Kursteilnehmer werden in Gruppen von hoechstens 20 Schuelern unterrichtet. Jede Klasse hat zwei Lehrer, die sich mit dem unterrichten von Tag zu Tag abwechseln.
In etwa monatlichen Abstaenden finden dann die Pruefungen statt. Ausserdem nimmt Vietnam seit diesem Jahr auch an der PASCH-Initiative teil. PASCH steht fuer “Schulen: Partner der Zukunft”. Seit etwa zwei Monaten wird also hier in HCMC an weiterfuehrenden Schulen und einer Berufsschule Deutsch unterrichtet. Das ganze Projekt wird vom Goethe-Institut Hanoi koordiniert.
Das Goethe-Institut ist ebenfalls zustaendig fuer das deutsche Kulturangebot in HCMC. Anfang September gab es ein deutsches Filmfestival. Eine Woche lang wurden verschiedene deutsche Filme gezeigt. Ende September gab es ein Konzert zweier deutscher Musiker.

Aufgaben

Meine Aufgaben sind teilweise vorgegebene “Praktikantentätigkeiten”. Auf der anderen Seite habe ich aber auch sehr viel Freiheit, eigene Projekte zu gestalten.
Wenn Prüfungen sind, muss ich immer Einlasskontrolle oder Aufsicht bei der Vorbereitungszeit für die mündlichen Prüfungen machen. Manchmal muss ich auch Bücher ordnen, kopieren oder schreddern. Am Anfang meiner Zeit hier musste ich eine Umfrage bei allen Kursteilnehmern durchführen, wie zufrieden sie mit ihren Lehrern und dem Unterricht sind, und anschließend auswerten. Ich helfe den Lehrern beim Korrigieren von Tests und Texten. Manchmal bin ich auch Teil von Prüfungssimulationen im Unterricht, das heißt, ich tue so, als wäre ich ein mündlicher Prüfer und stelle den Kursteilnehmern Fragen.
Einmal die Woche gebe ich einem besonderen A1 Studentenkurs Phonetikunterricht. Da ich keinerlei Vorkenntnisse in diesem Bereich habe, verbringe ich auch bestimmt zwei ganze Vormittage damit, die 90 Minuten Unterricht vorzubereiten. Ich lese mir also an, was die Regeln für Aussprache und Betonung sind und bastele dann Arbeitsblätter und Übungen zusammen.
Seit letzter Woche gebe ich noch einem anderen A1 Studentenkurs Phonetikunterricht, allerdings nur 60 Minuten. Das ist sehr angenehm – ich kann die Materialien aus dem anderen Kurs nehmen und die 60 Minuten sind sehr gut zu füllen.
Außerdem mache ich viel mit den zwei B1 Kursen, also den fortgeschrittenen Kursteilnehmern. Angedacht war eigentlich, dass ich ihnen zweimal die Woche mit den Hausaufgaben helfe und dass wir einmal die Woche einfach ein bisschen miteinander reden.